Der ländliche Raum muss lebenswert bleiben! – Landtagsabgeordnete Schmitt-Bussinger diskutierte mit angehenden Erzieherinnen und Erziehern

Die gebürtige Oberdachstettenerin, Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger, besuchte durch Vermittlung der Lehrerin Dr. Gaby Herzig-Walch und Einladung durch Lehrerin Christine Hettich und Thomas Ehbauer die Abschlussklassen der Fachakademie für Sozialpädagogik in Neuendettelsau, um über ihre Arbeit im Landtag zu berichten und mit den angehenden Erzieherinnen und Erziehern über deren politische Anliegen zu diskutieren.

Ein wichtiges Thema war hierbei, den öffentlichen Nahverkehr in Westmittelfranken attraktiver zu machen.  Die Schülerinnen und Schüler beklagten, dass sie von ihrem Wohnort oftmals nur mit privaten PKW zum nächsten Bahnhof kommen könnten beziehungsweise die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Neuendettelsau eher schlecht sei. „Schienennetze müssen dringend weiter ausgebaut und der Bustakt dichter werden, damit der ländliche Raum für junge Menschen attraktiv bleibt“, waren sich die Studierenden und die Abgeordnete einig. Dies sei eine wichtige Aufgabe der Landespolitik. „Wenn es Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in ganz Bayern geben soll, muss die Staatsregierung hier konkret handeln und die schlechte Versorgung im Bereich des Nahverkehrs verbessern“, erläuterte Schmitt-Bussinger.

Natürlich war den angehenden Erzieherinnen und Erziehern auch die Bildungspolitik ein wichtiges Thema. Hier interessierten sie sich insbesondere für die bildungspolitischen Vorstellungen der Sozialdemokraten. Wichtigstes Thema, so Schmitt-Bussinger, sei, die frühe Auslese in der vierten Klasse zu beenden und eine längere gemeinsame Schulzeit zu ermöglichen. Nicht Wettbewerb und Konkurrenz sollten deshalb im Mittelpunkt der schulischen Bildung stehen, sondern gemeinsames Lernen und soziales Miteinander. Dazu gehöre auch, dass Lehrkräfte das gleiche verdienen, unabhängig von der Schulart, in der sie unterrichten.

Das Diskussionsbedürfnis war riesig. Die jungen Studierenden wollten die Meinung der Abgeordneten zu Massentierhaltung, der aktuellen Milchpreispolitik, zum Bafög, zu Schuluniformen und auch zu Drogenkonsumräumen wissen. Über jedes dieser Themen wurde intensiv diskutiert.

Am Ende appellierte die Abgeordnete an die jungen Erwachsenen, sich politisch zu interessieren und zu beteiligen. Denn „Politik geht alle an und Demokratie funktioniert nur dann, wenn Menschen mitmachen.“, so Schmitt-Bussinger. Ein Sozialkundeunterricht, der sich lediglich mit Institutionenkunde beschäftigt oder gar das Fehlen politischer Themen im Unterricht – wie an manchen anderen Schulen zu beobachten – dürften keine Ausreden sein, nicht zur Wahl zu gehen oder keine politische Meinung zu haben. Die Sozialkundelehrer Thomas Ehbauer, Alexander Biernoth und Brigitte Calligaro, die die Diskussionsstunde miterlebten, sahen es auch als ihre Aufgabe an, bei den Studierenden weiterhin politisches Interesse und Kritikfähigkeit zu wecken und eine eigene Meinungsbildung zu fördern.

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