Geplante Uni Nürnberg: Viele Fragen offen!

SPD-Abgeordnete Helga Schmitt-Bussinger: Planung muss dringend und zeitnah konkretisiert werden

Die SPD-Abgeordnete Helga Schmitt-Bussinger hat die heutigen (04. Juli) Ankündigungen im Kabinettsbericht zur geplanten Universität in Nürnberg als unkonkret und wenig zielführend kritisiert: „Der heutige so genannte ‚Startschuss‘ für die Konzeption der angekündigten Uni war schon der zweite. Es wäre schön, wenn die Akteure endlich mal loslaufen würden. Es wurde ja quasi nichts vermeldet, was nicht schon von der Kabinettssitzung vom Mai bekannt ist.“ Die Fragen, die die SPD-Fraktion diesbezüglich in einem Dringlichkeitsantrag gestellt hatte, seien immer noch hoch aktuell.

Diese sind unter anderem:

  • Welches inhaltliche Profil wird die neu zu schaffende Hochschuleinrichtung haben?
  • Inwieweit können die in Aussicht gestellten acht Fachrichtungen realisiert werden, auf welche Bedarfsermittlung gehen diese zurück und werden der Energie Campus Nürnberg (EnCn) und Nuremberg Campus of Technology (NCT) davon betroffen sein?
  • Als möglicher Standort ist die Brunecker Straße im Gespräch. Wie groß ist in etwa der Flächenbedarf und wie steht der Eigentümer Aurelis zu den Ansiedlungsplänen?

Wichtig sei zudem, dass Organisationen und Institutionen, die in Nürnberg beheimatet sind, in die Konzeption der neuen Uni eng eingebunden werden, erklärt die Nürnberger Abgeordnete.

Laut Ministerpräsident Seehofer soll die Uni vor 2030 realisiert sein. Ob dies zu schaffen ist, wenn der Ministerrat erst 2020 über das Konzept berät, sei fraglich, betont Schmitt-Bussinger: „Drei Jahre wurden vertan, nachdem Minister Söder mit seiner Planung der Ansiedlung der Technischen Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg gescheitert ist. So lange keine Haushaltsmittel bereit stehen und solange keine konkrete Planung vorliegt, sind Zweifel angebracht. Die hochtrabenden Ankündigungen von gleich drei CSU-Ministern sind ja schon einmal in den Sand gesetzt wurden!“

Ein Kommentar

  • Riedhammer Horst

    Es ist einfach nur traurig wie MP-Seehofer und seine Minister mit Nürnberg umgehen. Jede Woche ist Herr Minister Söder ein paarmal in den Medien, aber nur um Wahlwerbung zu machen und die Medien machen da mit. Nur konkrete Ausagen zur neuen Uni und wo diese hienkommen soll gibt es bis heute nicht.
    Ob das ganze nicht bis zu den Wahlen in Bayern rausgezogen wird ist doch anzunehmen.
    Man muss sich auch fragen was macht die Nürnberger CSU ? Eins nur ruhig halten!
    Mit freundlichen Grüßen
    Horst Riedhammer

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