ORH prüft dubiose Sanierung des Neuen Schlosses Pappenheim

Helga Schmitt-Bussinger, Landtagsabgeordnete und stv. Mitglied des Landesdenkmalrats (LDR) begrüßt, dass nun sogar der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) die undurchsichtigen Vorgänge bei der Sanierung des Neuen Schlosses Pappenheim überprüft. Eben dies hatte sie in einem Brief an den Präsidenten des ORH auch gefordert:

„Es ist gut, dass die Angelegenheit nun vom ORH geprüft wird. Vieles ist noch immer ungeklärt. Graf von und zu Egloffstein weigert sich penetrant, zu kooperieren, obschon er öffentliche Fördergelder in Millionenhöhe erhalten hat“, so Schmitt-Bussinger.

Schmitt-Bussinger hatte in einem Schreiben an den ORH im Juli diesen Jahres gefordert, den Sachverhalt zu prüfen. Vom Präsidenten des ORH bekam sie die Antwort, dass die Thematik bei seiner Behörde bekannt sei. Dass er die Angelegenheit nun prüft, scheint, so die Abgeordnete, dass hier Handlungsbedarf gesehen wurde.

Schmitt-Bussinger: „Jeder, der Steuergelder erhält, hat sich zu rechtfertigen, ob er korrekt damit umgeht. Schade, dass Graf Egloffstein dies nicht so sieht und denkt, er könne mit Steuergeldern tun, was er möchte, nur, weil er stv. Vorsitzender des Landesdenkmalrats ist.“

Nachdem der Graf 1,3 Millionen Euro an Steuergeldern erhalten hat, steht der Vorwurf im Raum, dass er diese nicht vertragsgemäß verwendet hat. Helga Schmitt-Bussinger: „Leider ist Vorhabensträger und Schlossherr Egloffstein in keiner Weise bei der Aufklärung der offenen Fragen behilflich; das Gegenteil ist der Fall. Es macht ihm offenbar Freude, die Öffentlichkeit und die staatlichen Geldgeber an der Nase herumzuführen. Mit diesem unsozialen Verhalten schadet er dem Ansehen des staatlichen Denkmalschutzes und insbesondere dem Landesdenkmalrat.“

Nürnberg, 17. Oktober 2017

Für Rückfragen erreichen Sie Helga Schmitt-Bussinger unter 0171-867 0000

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