Keine Waffen für Rechtsextreme!

Foto: Rüdiger Löster

Polizeitag der SPD-Landtagsfraktion in München: Harald Schneider: Rechte Szene aktiver denn je – Innenpolitische Sprecherin Helga Schmitt-Bussinger: Keine Waffen für Rechtsextreme

Die innenpolitische Sprecherin Helga Schmitt-Bussinger bedauerte, dass vier Monate nach Aufdeckung der Mordserie noch zu wenig geschehen sei, um die Neonazi-Umtriebe wirksam zu bekämpfen. Die Schwabacher Abgeordnete kündigte an, das Versammlungsrecht genauer unter die Lupe zu nehmen. Es gehe nicht an, dass Demonstrationen immer kurzfristiger angekündigt würden. Sie bezog sich auf eine angekündigte Demo in Dresden, die spontan nach Fürth verlegt worden sei. Weiter fordert die Abgeordnete, Rechtsextremen die Waffenerlaubnisse zu entziehen. Einen Ansatzpunkt sieht Schmitt-Bussinger in der Zuverlässigkeit, die bei Neonazis nicht gegeben sei. Weiterlesen

Die rechte Szene im strengen Blick

Die mittelfränkischen SPD Abgeordneten und SPD Fraktionsvorsitzender im Nürnberger Stadtrat, Christian Vogel, statteten dem mittelfränkischen Polizeipräsidenten Johann Rast und Polizeivizepräsidenten Roman Fertinger, die nun seit knapp einem Jahr die Polizei in Mittelfranken leiten, einen ersten Besuch ab. Dabei ging es ganz aktuell um Rechtsterrorismus und rechte Gewalt aber auch um die Personalsituation der Polizei in Mittelfranken sowie die Evaluation der Polizeireform:

Die rechte Szene ist nach der Mordserie in ganz Deutschland in den Fokus der Politik, aber auch der Polizeiarbeit gerückt. Polizeipräsident Johann Rast betont, dass die Vorgänge der rechten Szene allerdings natürlich schon immer im Blick der mittelfränkischen Polizei gewesen wären. Auch in Mittelfranken seien verstärkt Aktivitäten rechter Gruppierungen zu vermelden, so das Empfinden von Helga Schmitt-Bussinger, Sprecherin der mittelfränkischen SPD Landtagsabgeordneten. Der Anschlag auf den PKW von Michael Helmbrecht und ein Autos einer Bündnis-Sprecherin in Fürth oder eine Flugblattverteilung an der Berthold-Brecht-Schule in Langwasser sind aktuelle Beispiele. Die Polizei, so Rast, sähe hier sehr genau hin und die Beamten seien besonders sensibilisiert. Ausdrücklich wiesen die Abgeordneten darauf hin, dass der Polizei in Nürnberg, insbesondere der SoKo Bosporus, keine Vorwürfe gemacht werden könnten und sollten, sie hätte sehr gründliche Arbeit gemacht. Allerdings müsse man auf die Frage eingehen, was die Gründe seien, dass bei einer Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten von über 95% gerade diese Mordserie nicht rasch aufgeklärt werden konnte. Auch sei die Zusammenarbeit der Verfassungsschutzbehörden deutlich verbesserungsbedürftig. Problematisch sei, so Vizepräsident Fertinger, dass die Straftäter aus der rechten Szene immer jünger werden; ab 16 Jahren aufwärts. Stadtrat Christian Vogel sieht hierin einen Auftrag für bessere, insbesondere politische, Bildung. Beste Prävention sei hier eine gute Bildungs- und Sozialpolitik, hier waren sich Polizeivertreter und Politiker einig. Weiterlesen

Plenarrede: Glücksspielsucht durch besseren Spielerschutz bekämpfen

(Zum abspielen der Plenarrede, bitte auf das Bild klicken)

Die SPD will den Menschen in Bayern das Spielen nicht verbieten, aber die Ausbreitung des gewerblichen Glücksspiels einschränken, erklärt anlässlich der Ersten Lesung über den SPD-Gesetzentwurf für ein Bayerisches Spielhallengesetz die kommunal- und innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Helga Schmitt-Bussinger. „Was des einen Freud ist, nämlich die Freude der Spielhallenbetreiber und der Spielautomatenhersteller und -aufsteller, ist des anderen Leid, nämlich das Leid der Spielsüchtigen. Spielsucht ist ein Übel wie Drogen- und Alkoholsucht und stürzt wegen der damit einhergehenden Schulden – bis zu 35.000 Euro sind keine Seltenheit – nicht nur den betroffenen Glücksspielsüchtigen ins Unglück, sondern auch sein soziales Umfeld.“Die SPD hat einen Gesetzentwurf für ein Bayerisches Spielhallengesetz wie in Bremen, Berlin und Hessen erarbeitet und in den Landtag eingebracht. Ziel des Gesetzes ist, den Kommunen ein Instrument an die Hand zu geben, mit welchem sie die sich ausbreitenden Spielhallen wirksam eindämmen und der Entstehung der Glückspielsucht vorbeugen können. Schmitt-Bussinger: „Wenn die CSU-Abgeordneten ihrer Verantwortung für unser Bayern gerecht werden wollen, dürfen sie sich nicht von der FDP kastrieren lassen, sondern mit uns der ungebremsten Ausweitung von Spielhallen und der besorgniserregenden Zunahme von Spielsucht endlich ein Ende bereiten.“ Weiterlesen