Die Beschränkung von Spielhallen und die Bekämpfung der Spielsucht bleiben auf der politischen Tagesordnung des Landtags. Nachdem die SPD bereits im Herbst vergangenen Jahres als erste Fraktion einen entsprechenden Entwurf für ein Spielhallengesetz eingebracht hat, wird im zuständigen Kommunalausschuss jetzt das Augenmerk auch auf die „Kriminalität im Kontext von Spielhallen“ gelegt. Dies sieht ein heute gefasster und auf einen SPD-Antrag zurückgehender Beschluss vor. Um „zielgenauere Maßnahmen ergreifen zu können“, solle, so Helga Schmitt-Bussinger, kommunalpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, in der Begründung ihrer Forderung, das Innenministerium einen schriftlichen Bericht „mit belastbaren Daten und Fakten vorlegen“. Im Einzelnen soll dargelegt werden, wie viele Straftaten im Zusammenhang mit Spielhallen in den letzten fünf Jahren in Bayern gezählt wurden, um welche Straftaten es sich dabei konkret handelt und in welcher Kommune sie verübt wurden.
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Plenarrede: Glücksspielsucht durch besseren Spielerschutz bekämpfen
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Die SPD will den Menschen in Bayern das Spielen nicht verbieten, aber die Ausbreitung des gewerblichen Glücksspiels einschränken, erklärt anlässlich der Ersten Lesung über den SPD-Gesetzentwurf für ein Bayerisches Spielhallengesetz die kommunal- und innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Helga Schmitt-Bussinger. „Was des einen Freud ist, nämlich die Freude der Spielhallenbetreiber und der Spielautomatenhersteller und -aufsteller, ist des anderen Leid, nämlich das Leid der Spielsüchtigen. Spielsucht ist ein Übel wie Drogen- und Alkoholsucht und stürzt wegen der damit einhergehenden Schulden – bis zu 35.000 Euro sind keine Seltenheit – nicht nur den betroffenen Glücksspielsüchtigen ins Unglück, sondern auch sein soziales Umfeld.“Die SPD hat einen Gesetzentwurf für ein Bayerisches Spielhallengesetz wie in Bremen, Berlin und Hessen erarbeitet und in den Landtag eingebracht. Ziel des Gesetzes ist, den Kommunen ein Instrument an die Hand zu geben, mit welchem sie die sich ausbreitenden Spielhallen wirksam eindämmen und der Entstehung der Glückspielsucht vorbeugen können. Schmitt-Bussinger: „Wenn die CSU-Abgeordneten ihrer Verantwortung für unser Bayern gerecht werden wollen, dürfen sie sich nicht von der FDP kastrieren lassen, sondern mit uns der ungebremsten Ausweitung von Spielhallen und der besorgniserregenden Zunahme von Spielsucht endlich ein Ende bereiten.“ Weiterlesen
