Umzug des Gesundheitsministeriums darf keine Fehlplanung werden!

Dateiquelle: Partynia/CC-BY-SA 4.0

Helga Schmitt-Bussinger, Nürnberger Landtagsabgeordnete wundert sich über die vielen ungeklärten Fragen bzgl. des Umzugs des Gesundheitsministeriums von München nach Nürnberg und möchte in einer Schriftlichen Anfrage an die Staatsregierung Auskunft darüber haben. Fehlplanungen dürften das Projekt nicht in Frage stellen:

„Ministerin Huml nennt den Umzug ein ‚starkes Signal‘. Ich sehe nur, dass ein Jahr nach dem Ministerratsbeschluss gerade einmal vier Mitarbeiter in Nürnberg arbeiten. Von den 243 Mitarbeitern im Ministerium wollen ganze 223 nicht in Nürnberg arbeiten. Und man zieht jetzt in Räume ein, von denen man weiß, dass sie zu klein werden und man bald eh wieder ausziehen muss. Außerdem ist unklar, was nach dem Umzug mit den ungenutzten Münchner Büroräumen geschieht, für die Monat für Monat Miete aus Steuergeldern gezahlt werden müssen. Da muss man schon die ganz rosarote Brille aufsetzen, um das so großartig zu finden, wie Huml es tut“, so Schmitt-Bussinger.

Da die aktuell vorgesehen Räume für alle Mitarbeiter zu klein und nur eine Übergangslösung sind, fragt die Abgeordnete, wann die Suche nach neuen Räumlichkeiten beginnen soll und weshalb die Mitarbeiter nicht schon jetzt in einen finalen Standort einziehen. Immerhin gibt es das Ministerium ja erst seit 2013 und ein Umzug nach dem anderen sei, so Schmitt-Bussinger nicht gerade effizient. Sie möchte zudem wissen, bis wann alle Beschäftigten in Nürnberg arbeiten und wie die von der Immobilien Bayern fest angemieteten Räume am Heidenauplatz München von 2018 bis 2024 genutzt werden sollen.

Die Abgeordnete betont, dass sie die Verlegung des Ministeriums grundsätzlich sehr befürwortet. Gerade deshalb wolle sie verhindern, dass durch Fehlplanungen das ganze Projekt in Frage gestellt werden könnte. „Bei diesem Umzug gibt es so viele Fragezeichen, dass ich Angst habe, dass er nach der nächsten Landtagswahl rückabgewickelt wird. Ich wünsche mir für Nürnberg eine solide und langfristige Planung und keine Luftschlösser im Wahlkampf, die danach verpuffen“, gibt Schmitt-Bussinger zu bedenken.

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